Akademisches Clubhaus

1929-1945

Das Harnack-Haus war von 1929 bis 1945 Clubhaus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG), die Vorgängerin der Max-Planck-Gesellschaft. Es diente als Serviceeinrichtung des umliegenden Campus und als Gästehaus für Wissenschaftler aus dem Ausland. Damit spielte es in der Weimarer Republik auch eine außenpolitische Rolle. Durch den Ersten Weltkrieg hatte Deutschland seine führende Rolle verloren und war aus der internationalen Gemeinschaft ausgeschlossen. Auch nach 1933 blieb das Harnack-Haus ein internationaler Ort. Die Netzwerke der wissenschaftlichen Welt wirkten bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs weiter, und auch die NS-Außenpolitik nutzte das Harnack-Haus als Plattform für den Austausch mit befreundeten Staaten.

1929 gründete die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) das Harnack-Haus als Gästehaus für ausländische Wissenschaftler/innen und als Treffpunkt der Dahlemer Institute. mehr
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 war rasch auch im Wissenschaftsbetrieb spürbar, deren Teil das Harnack-Haus war. Als Ort der politischen Kommunikation der Führungsspitze der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft spielte das Harnack-Haus in der NS-Zeit eine wichtige Rolle. mehr

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