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Ab 1912 entstand in Berlin-Dahlem ein „deutsches Oxford“: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gründete ihre ersten Institute und damit den ersten deutschen Forschungscampus. Als wissenschaftliche Begegnungsstätte eröffnete sie 1929 das Harnack-Haus

Treffpunkt der Nobelpreisträger

Ab 1912 entstand in Berlin-Dahlem ein „deutsches Oxford“: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gründete ihre ersten Institute und damit den ersten deutschen Forschungscampus. Als wissenschaftliche Begegnungsstätte eröffnete sie 1929 das Harnack-Haus
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Geschichte

Internationaler Treffpunkt der Scientific Community

Das Harnack-Haus wurde 1929 als Gästehaus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (Vorläuferin der Max-Planck-Gesellschaft) errichtet. Es war in den 1930er- und 1940er-Jahren ein gesellschaftlicher Treffpunkt der Hauptstadt. In der Ausstellung im Harnack-Haus erfahren Sie mehr über diese ungewöhnliche Geschichte. Über die Gründung und den Alltag des Faculty Clubs informieren die Vitrinen in der Einstein-Lounge. An der Porträtwand im Wintergarten begegnen Sie Gästen der Vergangenheit.
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Ab 1911 entstand der Dahlemer Wissenschaftscampus auf Initiative der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Es war der erste deutscher Campus auf der grünen Wiese. Der Bau des Harnack-Hauses 1929 schuf ein kommunikatives Zentrum für Mitarbeiter und Gäste. Für internationale Wissenschaftler, die in Dahlem auch über längere  Zeiträume arbeiteten, war es „a home away from home“, wie der amerikanische Botanikprofessor Thomas Goodspeed 1931 formulierte. Unter den Gästen aus allen Kontinenten waren mindestens 35 Nobelpreisträger. Doch auch Künstler, Politiker und Industrielle kamen zu Veranstaltungen.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet der internationale Treffpunkt ins Fahrwasser von NS-Rasseideologie und NS-Außenpolitik. Dennoch blieb das Harnack-Haus auch in dieser Zeit ein wichtiger Knoten im gesellschaftlichen Netzwerk, das verschiedenen Kräften ausgesetzt war. Hohe Funktionäre der NSDAP, darunter Adolf Hitler, besuchten das Haus ebenso wie Mitglieder verschiedener Widerstandskreise. 

Bei Kriegsende konfiszierten die amerikanischen Streitkräfte das unzerstörte Gebäude, bauten es um und demontierten die historische Inneneinrichtung. Bis zum Abzug der Alliierten aus Berlin 1994 war das Harnack-Haus Offiziersclub. Danach wurde es an die Max-Planck-Gesellschaft als Rechtsnachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft übertragen. 

Heute knüpft die Max-Planck-Gesellschaft bei der Betreibung des Harnack-Hauses an die durch Adolf von Harnack geprägte Gründungsgeschichte an. Wie 1929 ist es ein Treffpunkt für die internationale Scientific Community der Max-Planck-Gesellschaft und ihre Gäste: deutschlandweit und aus aller Welt. sk

 
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