Einstein-Lounge

Einstein-Lounge

Kabinettausstellung 1929-1994

Die Kabinettausstellung informiert chronologisch über die Gründung und Entwicklung des Harnack-Hauses und den umliegenden Forschungscampus, der ab 1912 in Dahlem auf der "grünen Wiese" entstand.

Die Einstein-Lounge zeigt sich als Restaurant heute stark verändert vom Originalzustand, diente jedoch stets dem geselligen Beisammensein: ab 1929 war sie eine holzgetäfelte Bierstube, nach 1945 war sie als Fiddler‘s Green Sportsbar ein beliebter Treffpunkt für die Mitglieder der in Berlin stationieren US-Streitkräfte. Im Zuge der Sanierung wurde der Raum 2014 neu gestaltet. Nur die geschwungene Bar blieb als Relikt aus amerikanischer Zeit erhalten.

Die Kabinettausstellung zeichnet die Geschichte des Hauses chronologisch nach. Bei der Gründung spielt die außenpolitische Internationalisierungsstrategien nach dem Ersten Weltkrieg ebenso eine Rolle, wie praktische Erfordernisse des Campus Dahlem, dem eine Serviceeinrichtung fehlte. Wenige historische Objekte, die bei Bauarbeiten 2014 gefunden wurden, sind in den Vitrinen zu sehen.

Die Lounge, in den 1920er-Jahren noch Duisberg-Saal.

Die Lounge ist nach Albert Einstein benannt. Einerseits ist das eine Reminiszenz an die Zeit des Harnack-Hauses als US-Offizierscasino und sein Restaurant Einstein. Andererseits würdigt es den prominentesten Gast des Harnack-Hauses. Einstein selbst dürfte den Raum selten gesehen haben. Einstein lebte seit 1914 in Berlin als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik, war aufgrund seiner Prominenz aber viel auf Reisen. Im Harnack-Haus hielt Einstein mindestens zwei Vorträge. 1933 verließ er Deutschland für immer. Er war bereits seit vielen Jahre Zielscheibe antisemitischer Polemiken gewesen.

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