Menschen

Herzog von Sachsen-Coburg

1884 Claremont House, Esher (UK) – 1954 Coburg (Deutschland)
Diplomat
Länder: UK, Deutschland

Carl Eduard denkt deutsch-national, obgleich er der Enkel von Queen Victoria ist. Sein Herzogtum führt der Autonarr und begeisterte Jäger bis zu seiner erzwungenen Abdankung mit straffer Hand. Als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes besucht Carl Eduard von Sachsen-Coburg auf seinen beiden Weltreisen ab 1933 auch Japan, wo ihn der Kaiser empfängt. Insgeheim betrachten die Nazis die Japaner jedoch als minderwertige Rasse. 

Hitler unterstützt der Herzog von Anfang an. Umgekehrt protegieren die Nazis den linientreuen Hochadligen, denn für sie ist er ein internationales Aushängeschild des kultivierten und internationalen Deutschlands. 1933 beruft die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ihn wegen seiner guten Kontakte zur NS-Führung in ihren Senat. Im Harnack-Haus spielt er deshalb die Rolle des weltgewandten Gastgebers und lädt auch den NS-Führungskader zu Dinnerabenden ein, darunter Adolf Hitler und Heinrich Himmler.

 
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