Menschen

Albert Speer

1905 Mannheim (Deutschland) – 1981 London (UK)
Architekt, Politiker
Land: Deutschland

Er macht im Dritten Reich eine ungewöhnliche Doppelkarriere. Als Architekt ist er seit 1933 Hitlers Planer für die Umsetzung gigantomanischer Bauten, mit denen Hitler sein „Tausendjähriges Reich“ in Stein verewigen will. Doch die meisten bleiben Utopie oder werden nicht vollendet. Parallel ist Speer ab 1942 auch Rüstungsminister. 

In dieser Funktion lädt er am 4. Juni 1942 die deutschen Atomforscher, Industrieberater und Militärs zu einer „Arbeitstagung“ ins Harnack-Haus ein. Die Wissenschaftler sollen den Stand ihrer Forschung erörtern und einschätzen, ob der Bau einer deutschen Atombombe in den nächsten zwei bis drei Jahren möglich ist. Speer ist überrascht, wie bescheiden die Forscher auftreten. Statt Millionen zu fordern, bitten sie nur um geringe Summen. Speer lässt das Projekt fallen und investiert fortan lieber in Wernher von Brauns Raketenprojekt, die V2. Speer wird bei den Kriegsverbrecherprozessen von Nürnberg zu 20 Jahren Haft verurteilt.

 
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