Menschen

Konrad Lorenz

1903 Wien – 1989 Wien (Österreich)
Verhaltensforscher, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1973
Land: Österreich
Konrad Lorenz Bild vergrößern
Konrad Lorenz

1936 hält Konrad Lorenz einen Vortrag im Harnack-Haus. Beim anschließenden Bierabend trifft er den jungen Zoologen Erich von Holst. Das angeregte Gespräch ist der Beginn einer jahrzehntelangen, fruchtbaren Zusammenarbeit. Schon damals entsteht die Idee, ein eigenes deutsches Institut nur für Verhaltensforschung zu gründen. Fast zwanzig Jahre später wird der Plan in der Max-Planck-Gesellschaft umgesetzt. Holst bringt Lorenz auch von seinem damaligen Erklärungsansatz, Verhalten sei eine Folge von Reflexen, ab. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg begründen beide gemeinsam das Fach der „Tierpsychologie“ in Deutschland. Lorenz betreibt ab 1951 in Schloss Buldern eine Außenstelle von Holsts Institut und macht dort seine weltberühmten Gänseversuche, 1973 erhält Lorenz den Nobelpreis. Obwohl er am Ende seines Lebens eine Ikone der modernen Ökologiebewegung in Österreich ist, gilt er wegen seiner Sympathien für den NS und die Rasseideologie als umstrittene Forscherpersönlichkeit.

 
loading content