Menschen

Otto Fritz Meyerhof

1884  Hannover (Deutschland) – 1951 Philadelphia, Pennsylvania (USA)
Mediziner, Biochemiker, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1922
Länder: Deutschland, USA

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Otto Fritz Meyerhof

1940 flieht Meyerhof mit seiner Frau vor den Nazis über die Pyrenäen nach Spanien. Das Risiko ist groß, denn die spanischen Behörden weisen viele Verfolgte ab. Doch nach langem Bitten darf der Nobelpreisträger passieren und seinen Weg in die USA fortsetzen. An der Universität Pennsylvania weiß man, dass Meyerhof zu den weltweit führenden Biochemikern gehört, seitdem er für seine Forschung über den Zusammenhang von Sauerstoffverbrauch und Milchsäurebildung in Muskelzellen 1923 den Nobelpreis zusammen mit Archibald Hill erhalten hat. 

Früh fokussiert sich der junge Mediziner auf die Biochemie. Otto Warburg, nur ein Jahr älter, wird sein Mentor. Von 1924 bis 1929 arbeiten beide Tür an Tür im Biologie-Institut in Dahlem, dann folgt Meyerhof dem Ruf ans Kaiser-Wilhelm-Institut nach Heidelberg. Da sein Haus dort aber noch nicht fertig ist, findet er bis zum Umzug für einige Wochen mit seiner Familie eine Bleibe im Harnack-Haus. Die Machtübernahme der Nazis zwingt Meyerhof, der aus einer jüdischen Familie stammt, 1938 Deutschland zu verlassen. Dennoch nimmt er 1948 die Einladung zum Auswärtigen Mitglied der neuen Max-Planck-Gesellschaft an.

Diese Informationen finden Sie auch in der Porträtinstallation im Wintergarten als Postkarte zum Mitnehmen. Dort erfahren Sie auch mehr über Meyerhofs Netzwerke und andere prominente Gäste des Harnack-Hauses.

 
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