Menschen

Fritz Lenz

1887 Pflugrade (heute: Polen) – 1976 Göttingen (Deutschland)
Mediziner, Rassehygieniker
Land: Deutschland

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Fritz Lenz 1949

Die Rassehygieniker sind Anfang des Jahrhunderts ein enger Zirkel. So gehört der Mediziner Fritz Lenz mit Ernst Rüdin 1905 zu den Gründungsmitgliedern der „Deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene“. Mit Eugen Fischer gründet er 1910 die Ortsgruppe in Freiburg. 20 Jahre später treffen sie sich im Harnack-Haus bei Vorträgen und Veranstaltungen. Im benachbarten Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik übernimmt Lenz 1933 die Abteilung für Rassehygiene. Er gilt als der bekannteste Erbpathologe der Weimarer Republik. Im vielfach aufgelegten Standardwerk, dem „Baur-Fischer-Lenz“, schreibt er über die krankhaften Erbanlagen beim Menschen und die Methodologie ihrer Erforschung.

Als 1948 die Max-Planck-Gesellschaft die Nachfolge der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft antritt, ist Lenz nicht mehr gern gesehen. Mit einem Zuschuss von 6.000 Mark unterstützt man erfolgreich seine Bewerbung an die Göttinger Universität, wo er bis zu seiner Emeritierung 1955 lehrt.

 
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