Menschen

Walther Bothe

1881 Oranienburg (Deutschland) – 1957 Heidelberg (Deutschland)
Physiker, Nobelpreis für Physik 1954
Land: Deutschland

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Walther Bothe

Walther Bothe spricht 1934 im Harnack-Haus über „Die Natur der Ultrastrahlungserscheinungen.“ Er ist zu dieser Zeit gerade zum Leiter des Physikalischen Teilinstituts ans Kaiser-Wilhelm-Institut in Heidelberg berufen worden. Nach Berlin, wo seine Karriere kurz vor dem Ersten Weltkrieg begann, hat er gute Kontakte. Als Schüler Max Plancks entdeckt Bothe früh sein Interesse für Strahlungsphänomene und ihre molekulare Grundlage. 1914 folgt die Promotion bei Planck an der Berliner Universität, 1925 die Habilitation. 

In Heidelberg vertieft Bothe sein Forschungsgebiet, Kernphysik und radioaktive Strahlung, mit neuen Großgeräten, die er und seine Mitarbeiter zum Teil selbst bauen. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzt Bothe seine Forschung dort fort. 1954 erhält er den Nobelpreis für die Koinzidenzmethode zusammen mit Max Born. Es ist der erste Nobelpreis für einen Forscher der jungen Max-Planck-Gesellschaft, in die Bothes Institut nach dem Ende des Dritten Reichs überführt wurde.

 
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