Menschen

Peter Debye

1884 Maastricht (Niederlande) – 1966 Ithaca, New York (USA)
Physiker, Nobelpreis für Chemie 1936
Länder: Niederlande, USA

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Peter Debye

Peter Debye ist Holländer, macht seine Karriere aber vorwiegend in Deutschland. Er ist theoretischer Physiker, leistet aber auch bedeutende Beiträge zur Experimentalphysik. Zahlreiche Theorien und Begriffe tragen seinen Namen, wie Debye-Temperatur, Debye-Hückel-Theorie, Debye-Scherrer-Verfahren. 1935 wird er Direktor des neu errichteten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Dahlem. Gebaut wird auch ein Kältelaboratorium, das Debye für seine innovative Forschung über das Verhalten der Materie bei tiefen Temperaturen benötigt. Die Ergebnisse seiner Arbeit referiert Debye im Harnack-Haus auch für die interessierte Öffentlichkeit. 

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wird er als Niederländer vor die Wahl gestellt, entweder die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen oder seinen Posten zu räumen. Er entscheidet sich für die Emigration, geht in die USA, wird 1946 amerikanischer Staatsbürger und 1948 Ordinarius an der Cornell University. Nach dem Krieg kommt er häufig nach Deutschland, hält Vorträge und übernimmt 1961 eine Gastprofessur in Göttingen.

 
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