Menschen

Hans von Euler-Chelpin

1873 Augsburg (Deutschland) – 1964 Stockholm (Schweden)
Biochemiker, Nobelpreis für Chemie 1929
Länder: Deutschland, Schweden

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Hans von Euler-Chelpin

Als die Schwedische Akademie der Wissenschaften 1930 die Nobelpreise für das Jahr 1929 verleiht, hat er den kürzesten Weg aller Laureaten: Hans von Euler lebt seit 1897 in Stockholm und ist Professor für Organische Chemie an der Universität. Bevor er sich den Naturwissenschaften zuwendet und Physik bei Walther Nernst studiert, absolviert er ein Studium der Malerei in München. Für die Aufklärung der Wirkung der Enzyme bei der alkoholischen Gärung erhält er den begehrten Preis im Fach Chemie zusammen mit Arthur Harden. 

Doch Eulers Forschungsinteresse geht weit darüber hinaus. Im Harnack-Haus spricht er 1931 über „Vitamine und Aktivatoren“, später wird ihn die Krebsforschung beschäftigen. Obwohl er 1902 die schwedische Staatsbürgerschaft annimmt, bleibt er Deutschland eng verbunden. Die Forscher der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft sind wichtige Partner. Und wie Otto Warburg profitiert er von der Förderung der Rockefeller-Stiftung, als er 1929 Direktor des neuen Instituts für Vitamine und Biochemie in Stockholm wird.

 
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